Besonderes Coaching für Existenzgründer
Mit dem Programm „Gründercoaching Deutschland“(GCD) werden Existenzgründer und junge Unternehmen gefördert. La Guía sprach mit dem Start-Up-Berater und Spanienexperten Ingo Rütten über dieses Förderprogramm.
Herr Rütten, warum brauchen Existenzgründer ein besonderes Coaching?
Der Aufbau eines neuen Unternehmens, ganz egal ob es sich um ein kleines Feinkostgeschäft einer Einzelperson oder eine Tanzschule mit mehreren Angestellten handelt, erfordert eine Menge Planung. Wenn der Finanz- und Businessplans einmal steht, stellt sich oft die Frage: Wie komme ich denn nun an Kunden? Im Gründungsmonitor der IHK hat man herausgefunden, dass die Hälfte der Firmengründungen scheitert, weil sich die Gründer zu wenig Gedanken über ein Alleinstellungsmerkmal ihrer Geschäftsidee gemacht haben. Um diese Fehler zu vermeiden und die Erfolgschancen zu verbessern gibt es das Gründercoaching.
Was genau wird beim Gründercoaching Deutschland (GCD) gefördert?
Grundsätzlich werden die Optimierung von Unternehmenskonzepten und die Erarbeitung von Markt- und Vertriebsstrategien gefördert. Dabei hilft der Berater dem Start-Up durch die Prüfung der vorliegenden Konzepte und bspw. des Businessplans, er führt Gespräche, recherchiert Marktdaten und gibt eine Strategie-Empfehlung ab. Dazu gehört auch, genau zu definieren was die Zielgruppen und potenziellen Kunden des Unternehmens sind und wie man sich von Wettbewerbern am besten abgrenzt. Aber auch ganz praktisch: Wie kann man auch mit wenig Geld erfolgreich Werbung machen und neue Kunden gewinnen?
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„Bis zu 3.000 Euro Existenzgründungs-Zuschuss vom Staat“
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Und wie läuft so ein Coaching ab?
Der genaue Ablauf ist von Berater zu Berater und je nach Aufgabenstellung unterschiedlich. Bei uns gehört neben persönlichen Gesprächen und der Recherche von wichtigen Marktdaten auch ein eintägiger Workshop dazu. Am Schluss erhält der Unternehmer eine klare, schriftliche Strategieempfehlung und einen 12-monatigen Fahrplan, wie er Kunden gewinnen oder binden kann.
Was kostet diese Beratung den Gründer?
Das hängt von der Dauer der Beratung und den Tagessätzen ab. Aber das Besondere ist: Ihm Rahmen des GCD-Programms werden unter bestimmten Bedingungen (siehe Checkliste) die Kosten zu 50% gefördert – bis zu einem Maximum von 3.000 Euro. Das heißt, für einen 5-tägigen Beratungsprozess zahlt der Unternehmer statt 4.000 Euro nur die Hälfte. Bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit werden sogar 90% übernommen, also bleiben nur 400 Euro Eigenanteil. Und diese Förderung muss nicht zurückgezahlt werden, sondern es ist ein Zuschuss des Staates, um die Erfolgschancen von Unternehmern zu verbessern.
Gilt diese Förderung auch für Menschen mit Migrationshintergrund?
Rund 10% der Gründer in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Wenn der Geschäftssitz in Deutschland liegt und die Geschäftstätigkeit hier betrieben wird, haben auch sie die Möglichkeit die Förderung zu beantragen. Grundsätzlich gilt: jeder der seinen Hauptwohnsitz in Deutschland oder der EU oder EFTA hat, sowie Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis für eine selbstständige Tätigkeit heben die gleichen Ansprüche auf Existenzgründungsförderung wie deutsche Staatsbürger. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass gerade für diese Gründer eine Beratung entscheidend zum Geschäftserfolg beitragen kann, weil der Markt und die Kunden in Deutschland oft anders funktionieren als in Spanien oder Lateinamerika.
Bei Interesse an dieser Förderung: an wen kann man sich wenden?
In Hessen nimmt die RKW Hessen (
www.rkw-hessen.de) als Regionalpartner der KfW entsprechende Anträge entgegen und vermittelt geeignete Berater - oder man wendet sich direkt an uns.
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Kostenloses Erstgespräch für La Guía-Leser
Ingo Rütten bietet ein Kkostenloses Erstgespräch für Existenzgründer an Leser von „La Guía“. Sie können sich gerne direkt an ihn wenden und sie beraten, welche Förderungen aus unserer Sicht möglich sind. E-Mail: ir@venturebrain.de
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Checkliste: Werde ich gefördert?
O Ihr Unternehmen ist bereits gegründet und der Geschäftssitz liegt in der Bundesrepublik Deutschland
O Ihr Unternehmen ist nicht älter als 5 Jahre (50% Förderung) ODER nicht älter als 1 Jahr bei einer Gründung aus der Arbeitslosigkeit (90% Förderung)
O Sie benötigen Unterstützung bei der Optimierung Ihres Unternehmenskonzeptes, Marketing- oder Vertriebsplanung
O Ihr Unternehmen ist aus der Branche Handel, Handwerk, Industrie, Gastronomie, Fremdenverkehr, Dienstleistungen oder freie Berufe (keine Unternehmensberatungen)
O Ihr Unternehmen wird nicht mit anderen öffentlichen Zuschüssen finanziert (Ausnahme: Gründung aus der Arbeitslosigkeit)
O Sie können den Eigenanteil der Beratung aus Ihrem Unternehmen finanzieren
Wenn Sie alle Fragen mit JA beantworten können, ist eine Förderung sehr wahrscheinlich. Eine definitive Aussage kann jedoch erst nach Prüfung des Förder-Antrages durch die KfW gemacht werden.
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PORTRAIT
Ingo Rütten
Ingo Rütten ist Gründungscoach, Marketingberater und Spanienexperte. Mit seiner Beratungsgesellschaft
www.venturebrain.de unterstützt er Gründer und Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Beratung spanischer Unternehmen. In seinem Blog
www.marca-espana.eu berichtet er regelmäßig über die Erfolgsstrategien spanischer Marken in Deutschland.
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